Smart City und das Internet der Dinge

Das neue Schweizer Energiegesetz sieht vor, dass die dezentrale Stromerzeugung und die Abrechnung von Strom nun allen offen steht. Hausbesitzer können den Strom, den sie erzeugen, beispielsweise mit ihren eigenen Photovoltaikanlagen verkaufen. Jeder, der diese Gelegenheit nutzt, steht vor einer Reihe neuer Herausforderungen. Das Verwalten und Abrechnen von Mikronetzen oder einer Community für den Eigenverbrauch ist eine hochkomplexe Verwaltungsaufgabe. Ganz zu schweigen von der Messung des Stromverbrauchs aller Beteiligten, der statischen oder dynamischen Tarifberechnung sowie dem Datenerfassungsprozess. Dies sind Aufgaben, die nicht nur fundiertes Wissen erfordern, sondern auch zeitaufwändig sind. Im Allgemeinen steht die dezentrale Energieerzeugung vor zwei Haupthindernissen: Mietbarkeit und Komplexität.

Missionen und wie man sie verfolgt

Es ist Teil der Schweizer Energiestrategie 2050, die Produktion mit erneuerbarer Energie bis 2035 auf 11’400 Gigawattstunden (GWh) zu steigern (ohne Wasserkraft). Darüber hinaus sollen intelligente Zähler als Grundlage für eine effiziente Energienutzung in das System integriert werden. Um der Schweiz zu helfen, dieses Ziel zu erreichen, werden verschiedene erneuerbare Lösungen implementiert. Dank der rasanten Entwicklung der Technologie und wichtiger Anreize durch das Schweizerische Energiegesetz (sowie weiterer lokaler Gesetze) weist der Grossteil der PV-Anlagen einen hohen positiven Nettowert auf. Die Dezentralisierung erhöht jedoch die Komplexität, und der erforderliche Verwaltungsaufwand verringert die Mietbarkeit. Um diese Herausforderungen der Eigenproduktion zu bewältigen, ist es unabdingbar, den Menschen einfache Lösungen anzubieten. Nur dann werden sie motiviert, selbst Energie zu produzieren. Dies wird in Zukunft noch wichtiger sein, da die vollständige Marktöffnung für 2023 vorgesehen ist.

In dieser Nische sehen zahlreiche Startups im Energiesektor ihre Mission: Indem sie konsequente End-to-End-Lösungen anbieten, die beispielsweise den gesamten Prozess der Energieabrechnung vollständig digitalisieren, ermöglichen sie den Menschen, ihre Eigenverbrauchsgemeinschaften zu verwalten und damit Erhöhen Sie den Anreiz, sich an der Solarstromerzeugung zu beteiligen.

Von Smart City zu Smart World

Das Startup-Unternehmen Ormera hat sich der Mission einer digitalisierten Energieabrechnung verschrieben. Ormera erledigt die Administration und Verrechnung von eigenproduziertem Strom aus erneuerbaren Quellen vollautomatisch und datensicher über eine Blockchain. Wir glauben nicht nur an eine Smart City, sondern auch an eine Smart World, die durch das Internet der Dinge vernetzt ist. Bereits heute passen sich intelligente Strassenlaternen dem Wetter, Ampeln der Verkehrsintensität an. Intelligente Gebäude produzieren mehr Energie als sie verbrauchen. Derzeit kommunizieren weltweit rund 25 Milliarden intelligente Geräte miteinander und tauschen Daten aus. Schätzungen zufolge werden bis 2050 etwa 75 Milliarden Geräte angeschlossen sein. Ormera ist Teil dieses Puzzles. Nicht nur beim Autofahren oder beim Stromverbrauch wird die Distributed-Ledger-Technologie unseren Alltag erheblich verändern.

Intelligente Vernetzung – was bringt die Zukunft?

Eine Smart City – oder Smart World – wird neue Wirtschaftssysteme in allen erdenklichen Bereichen ermöglichen. In der Politik wird E-Governance in der Lage sein, Probleme wie unberechtigte Wählerinnen und Wähler oder falsch gezählte Stimmen zu lösen. Auf E-Health-Plattformen messen Smart Watches die eigenen Gesundheitsdaten, z. B. Blutwerte, und übermitteln diese Daten auf Wunsch automatisch an den Hausarzt oder die Hausärztin – völlig anonym und sicher. Diese Möglichkeiten verändern gemeinsame Prozesse in neue Geschäftsmodelle, die viel Zeit und Geld sparen. Dank Startups wie Ormera können Energieversorgungsunternehmen, Energie- und Immobiliendienstleister sowie Immobilienverwalter ihre Verwaltungskosten senken. Dank eines intuitiven Dashboards verfolgen sie den Verbrauch und die produzierte Energie und können so ihren Verbrauch optimieren. Mit dieser einfachen Lösung für alle, die selberproduzierte Energie nutzen, möchten wir einen Beitrag zur Energiewende leisten. Ormera glaubt an eine Welt, in der die dezentrale Energieerzeugung in hocheffizienten Systemen problemlos funktioniert. en, auch in der Schweiz.

Matthias Egli Ormera
Autor*in:
Matthias Egli – Mitgründer und Co-CEO Ormera AG